Vorteile
des induzierten biol. Säureabbaus (BSA)
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Reduzierung der Gesamtsäure
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Stark verringerter SO2-Bedarf
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Mikrobiologische Stabilität (Bei Rotweinen die keinen BSA durchgeführt
haben, stammt ein Großteil der Trübungen von einem nachträglichen BSA auf der
Flasche)
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Reduzierung von pflanzlichen und vegetativen Noten
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Lenkung des Diacetylgehaltes (Butternote) ist möglich
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Dominanz der eingesetzten Bakterien über Wildstämme
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Bildung flüchtiger Säure in Anwesenheit von Restzucker (besonders bei
hohem pH)
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Leichter Farbverlust (geringer als bei der chem. Entsäuerung)
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Erhöhter Anstieg der flüchtigen Säure
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Bildung von Fehlaromen und abweichenden Geschmacksnoten wie z.B.
Mäusel-, Schweiß-, Sauerkraut- und Mannitton
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Reduzierung der Ester und damit der Fruchtigkeit
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Farbverluste
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Bildung von biogenen Aminen und Ethylcarbamat
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Bildung viskoser Verbindungen (zähflüssige Weine)
Wenn kein BSA
induziert wird ist ein spontaner BSA oft nicht zu verhindern!
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Generell bei der Erzeugung von Rotwein
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Im Weißweinbereich hauptsächlich auf die Burgundersorten beschränkt
Parameter |
Optimum |
Grenzwert |
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pH-Wert |
3,3 – 3,4 |
3,0 – 3,2 je nach Kultur |
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Alkoholgehalt |
12 % |
max. 14,5 % |
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Temperatur |
18 – 20 °C |
mind. 13 - 15°C je
nach Kultur |
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Gesamt-SO2 |
10 mg/L |
max. 45 mg/L |
Vor der Beimpfung müssen
Restzucker, Gesamtsäure und pH-Wert bestimmt werden. Der Restzuckergehalt
sollte unter 3 g/L liegen, ein zu niedriger pH-Wert kann mit Kalk angehoben
werden. Die o. g. Rahmenbedingungen sind zu beachten. Durch einen Grobabstich
von der Hefe werden zwar Nährstoffe entzogen, aber das Böckserrisiko wird stark
minimiert, dies ist insbesondere bei Weinen aus teilweise faulem Lesegut
wichtig.
Die Bakterieneinsaat sollte
direkt nach dem Ende der Gärung erfolgen um die Gärungswärme auszunutzen. Gerade
die Starttemperatur (18 – 22 °C) ist für die Bakterien sehr wichtig. Die
Bakterien werden je nach verwendetem Stamm entweder direkt eingestreut oder
nach der Reaktivierung in Wasser zugegeben. Da Bakterien durch Sauerstoff
geschädigt werden muss die Verteilung unter Luft-ausschluß stattfinden. Dies kann
durch Umpumpen, Rühren mit einem
Schlauch bzw. Stock oder durch nachfolgendes Auffüllen des Behälters erfolgen.
Während des BSA sollten die Fässer Spundvoll liegen, da der Säureabbau nicht
den Oxidationsschutz wie eine alkoholische Gärung bietet. Es ist empfehlenswert
die Bakterien bis zum Gebrauch kühl zu lagern und nach dem Öffnen der Packung
unmittelbar zu verwenden.
Während des Säureabbaus muss ein Wein öfters probiert
werden, das Ende des BSA ist nur durch die Bestimmung der Äpfelsäure
sicherzustellen. Der BSA kann durch Temperaturabfall oder Nährstoffmangel zum
stocken kommen. Für eine optimale Nährstoffversorgung empfiehlt sich daher die Zugabe von BSA-vital,
um die Sicherheit und die Geschwindigkeit des BSA zu erhöhen. Das Gebinde
ist vor der Probennahme für die Äpfelsäurebestimmung entweder zu Rühren oder
wenn dies nicht möglich ist, die Probe aus dem unteren Drittel des Behälters zu
entnehmen. Ein BSA sollte nie unterbrochen werden, da sich oft erst mit seinem
Ende das gewünschte Bukett entfaltet. Falls bei einem Weißwein die Säure zu
stark reduziert wurde ist es besser diesen danach mit einem nicht abgebauten
säurereicheren Wein zu verschneiden.
Nach der Beendigung des BSA
sterben die Bakterien ab!
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Name |
Besonders geeignet für /
Bakterienzusatz |
Eigenschaften / Aroma /
Charakter |
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uvaferm ALPHA |
Rotwein - in Wasser reaktivieren - |
schneller Start u.
langsames Ende des BSA, schon ab 13 °C aktiv, fördert weiche Tannine u.
Sortenaroma, Abnahme grasiger u. vegetativer Noten |
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uvaferm BETA |
Rotwein - in Wasser reaktivieren - |
langsamer Start u.
schnelles Ende des BSA, fördert die kräftige Tanninstruktur u. die roten
Beerenfrüchte, die geringere Bildung „buttriger“ Aromakomponenten fördert das
Sortenaroma |
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Viniflora oenos |
Rotwein - trocken einstreuen - |
rel. schneller Verlauf des
BSA, |
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Viniflora CH 35 |
Weißwein - trocken einstreuen - |
rel. schneller Verlauf des
BSA, nur sehr geringe Bildung buttriger Aromakomponenten |