Unzureichende
Nährstoffversorgung der Hefe:
Ø
kann zu Gärverzögerungen,
bzw. –stockungen führen
Ø
teilweise stark
erhöhter Schwefelbedarf
Ø
verstärktes
Auftreten von Böcksern
Ø
geringere Bildung
von positiven Aromastoffen
Zulässige
Gärhilfsstoffe sind:
Vitamin
B1 (bis
max. 0,6 g/Fuder) wird durch Botrytisbefall, der Kloeckera apiculata Hefe oder
Bentonitschönung fast vollständig aus dem Most entfernt. Zu geringe Gehalte
erhöhen den SO2-Bedarf der Weine stark.
Gärsalz
(max. 1000
g/Fuder) wirkt Gärstörungen entgegen und verringert die Neigung zur Böckserbildung.
Inaktivierte Hefen
(=Hefezellwand, max. 400 g/Fuder) enthalten wichtige Spurenelemente. Sie
erhöhen die Alkoholtoleranz der Hefe und regen die Hefevermehrung sehr gut an,
dies führt zu einem deutlich verbesserten Endvergärungsgrad. Darüber hinaus
wird die Glyzerinbildung erhöht.
Bei Weiß- u. Roséeweinen sollte der Nährstoffzusatz auf mind. 2 besser 3 Gaben verteilt werden, um einem späteren Nährstoffmangel, einer stürmischen Gärung und zu hohen Gärtemperaturen entgegenzuwirken. Um das Wachstum wilder Hefen nicht zu fördern, empfiehlt es sich Gärhilfsstoffe das erste Mal 1 – 3 Tage nach dem Angären einzusetzen. So kann z. B. am 2. Tag der Gärung die Hälfte und am 4. u. 5. Tag je ein Viertel der Nährstoffe gegeben werden. Im maischevergorenen Rotwein sollte direkt nach dem ersten Anheben des Maischekuchens 600 – 1000 g Gärsalz je 1000 l gegeben werden. Der Zeitpunkt der Nährstoffzugabe ist generell abhängig von der Gärgeschwindigkeit, dies ist auch bei erhitztem Rotwein zu beachten. Eine zu späte letzte Gabe von Gärhilfsstoffen (wenn schon mehr als die Hälfte des Zuckers vergoren ist) ist nicht ratsam, da der Effekt bedeutend geringer ist und ohne den kombinierten Zusatz von inaktivierten Hefezellen sogar gegen Null tendieren kann. Wenn die Gärung also schon stockt, ist es schwer diese wieder in Gang zu bringen. Ein auftretender Böckser verschwindet durch einen Gärsalzzusatz oft wieder.
Nährstoffpräparate:
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Anavital max. 90 g/hl |
Vitamin
B1 = 0,6 g/Fuder bei Höchstdosage Gärsalz = 600 g/Fuder bei Höchsdosage Feine Zellulose =
Vergrößerung der inneren Oberfläche;
besonders wichtig bei starker Mostklärung z.B. Flotation |
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Anavital extra max. 120 g/hl |
Vitamin
B1 = 0,6 g/Fuder bei Höchstdosage Gärsalz = 600 g/Fuder bei Höchsdosage Inaktivierte Hefen = 400
g/Fuder bei Höchstdosage Feine Zellulose |
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GoFerm max. 40 g/hl i.d.R. 30 g/hl |
Inaktive Hefen mit
Vitaminen, Mineralstoffen u Aminosäuren angereichert Für die Rehydrierung der Trockenreinzuchthefe |
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Opti Red max. 40 g/hl i.d.R. 30 g/hl |
Biol. Hefenährstoff für die
Maischegärung; hoher Gehalt an
Mikronährstoffen und reaktiven Polysacchariden = stabilere Farbe u.
harmonischere Tannine |
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Opti White max. 40 g/hl i.d.R. 30 g/hl |
Biol. Hefenährstoff für die
Weißweinbereitung mit Mannoproteinen,
Amminosäuren u. antioxidativen Peptiden; fördert Frische, Eleganz u
Komplexität |